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Reisen in die USA - Von allen guten Geistern verlassen

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Einst schossen sie wie Pilze aus dem Boden - die Städte der Goldgräber und Minenarbeiter. Sie zogen neben ehrbaren und rechtschaffenen Leuten auch Glücksritter jeder Coleur und übles Gesindel in Scharen an, die alle die Chance auf grenzenlosen Reichtum bei neuen Gold- und Silberfunden witterten.

Doch der war nur den wenigsten vergönnt und als die Funde erschöpft waren, wurden die erst boomenden Städte meist genau so schnell wieder verlassen, wie sie einst errichtet und besiedelt wurden und damit zu Geisterstädten. Heute sind sie eine beliebte Touristenattraktion in den USA.

Geisterstadt in den USA In den Vereinigten Staaten gibt es rund 1000 dieser Ghosts, Boomntowns und Minigtowns. Wurde irgendwo eine Goldader, ein Silberfund oder ein Kupferfeld entdeckt, strömten in Windeseile Menschen aus allen Himmelsrichtungen an den Fundort und die entstehenden Siedlungen wuchsen in unglaublichem Tempo zu beachtlichen Städten heran.

Waren die Funde ausgebeutet, war damit oftmals auch der einzige Grund überhaupt für die Existenz der Stadt verschwunden und sie wurden wieder aufgegeben. Es gab keinen Anlass mehr, länger hier zu bleiben.

Geisterstädte in Eigenregie besuchen


Wer den Hauch vergangener Zeiten auf die Spur kommen und die Geisterstädte besuchen will, der muss meist auf eigene Faust losziehen, da so gut wie keine Gruppenreisen zu den Ghosts angeboten werden. Autos kann man auch an kleineren Flughäfen und in jedem größeren Ort mieten, man kann den Mietwagen aber auch von Deutschland aus vorbestellen.

Ghosttown - verlassene Städte Um aber überhaupt hier landen zu können, ist für ausländische Touristen ein ESTA oder Visum für die USA erforderlich. ESTA steht als Abkürzung für Electronic System for Travel Authorization und ist ein elektronisches Reisegenehmigungssystem.

Da ESTA vor Reiseantritt beantragt werden muss, haben sich die amerikanischen behörden damit die Möglichkeit geschaffen, die Einreise von unerwünschten Personen bereits im Vorfeld zu untersagen. Informationen zum ESTA-Antrag im Internet helfen dabei, alle Voraussetzungen zu rfüllen, damit die Einreise problemlos verläuft.

Die Beantragung ist bequem online möglich, ebenso wie die Zahlung der anfallenden Gebühren von 29,95 Euro pro Person mit Kreditkarte, Überweisung oder auch Paypal. Ist das ESTA genehmigt, erhält man die Bestätigung der Einreiseerlaubnis per Email mit einer Gültigkeit von zwei Jahren.

Während dieser Zeit ist es möglich, sowohl zu touristischen als auch geschäftlichen Zwecken so oft in die USA einzureisen wie man möchte. Reist man dann weiter in Richtung Geisterstädte, darf man in der Umgebung nicht mit allzu großem Hotelkomfort rechnen, da diese in abgelegenen Regionen liegen. Die führenden Hotelketten sind jedoch meist überall vertreten und in der Provinz dazu auch oft deutlich günstiger als in den heutigen "Boom-Cities".

Städte ohne eine Menschenseele


Randsburg in Kalifornien Der Großteil dieser Geisterstädte ist auch tatsächlich völlig verlassen. Nur sehr wenige "Neubürger" wagen sich in die Ruinenstädte, um hier zu bleiben - so etwa nach Randsburg in Kalifornien, das vor 90 Jahren noch ein pulsierender Goldgräberort war.

Inzwischen soll der Ort wieder ca. 200 Einwohner und sogar eine Bed-and-Breakfast-Übernachtungsmöglichkeit haben und ist auch wieder auf Straßenkarten verzeichnet - da liegt es nahe, dass Randsburg mit dem Slogan "lebendigste Geisterstadt" für sich wirbt.

Wer hierher kommt hat oft das Gefühl, den Ort zu kennen. Das liegt daran, dass die Stadt viele Kulissenbauer für Westernfilme inspirierte.

Ist man auf der Straße von Los Angeles nach Las Vegas unterwegs, weisen Schilder den Weg zu einer weiteren "belebten" Geisterstadt.

Geisterstadt Calico in Kalifornien Calico ist eine verlassene Bergmannssiedlung, die einstmals 3500 Einwohner und über 20 Bars und Saloons hatte. Ab 1880 wurde hier Silber abgebaut, nicht einmal 50 Jahre später verließen 1929 die letzten Bewohner den Ort.

Besucher können vom Parkplatz aus die Seilbahn benutzen und damit auf die halbe Höhe des Calico-Berges gelangen. Von hier aus beginnt die Hauptstraße der Ghosttown, die so "geisterhaft" gar nicht ist.

In Calico findet man neben den verlassenen, wettergegerbten Holzhäusern mit Sheriffbüro, Gefängnis und Schulgebäude auch allerlei touristische Annehmlichkeiten wie Fast Food, Cola und Popcorn in modernen Restaurants, Geschäfte und ein Freilichtmuseum. Calico bildet als bewirtschaftete Geisterstadt die große Ausnahme unter den Ghosttowns.

Denn die echten Geisterstädte verstecken sich meist in menschenleeren Gegenden und sind in der Regel gar nicht so leicht zu finden - wie beispielsweise Elkhorn, dass mit seinen windschiefen Holzruinen eine der eindrucksvollsten Geisterstädte der USA ist. Im Bundesstaat Montana in der Nähe von Butte im Silver Bow County gelegen, gelangt man hierher nur über einen Feldweg.

Angelockt vom Silber lebten in Elkhorn vor etwa 130 Jahren einige tausend Minenarbeiter und 500 Holzfäller, die mit dem Silber letztendlich alle wieder verschwanden. Man überließ die Stadt sich selbst und ihrer Friedhosruhe - die Holzhäuser blieben stehen. Sie werden noch heute von den beiden Saloons überragt, in denen es früher hoch her ging, als die Bergleute mit dem Silberabbau gutes Geld verdienten.

Damit hatte Elkhorn mehr Glück als manch andere Stadt, Eisenbahnersiedlung aus der Zeit des Bahnbaus oder aufgegebener Militätstützpunkt. Diese trotzten zwar Sommern mit glühender Hitze und Wintern mit klirrender Kälte, hatten aber gegenüber anderen Ereignissen relativ wenig Chancen.

So wurden einige von ihnen vor etwas mehr als 70 Jahren dem Erdboden gleich gemacht, als die US-Army sie als Übungsplätze für den Häuserkampf oder Überungsziele für den Bombenabwurf durch die Air-Force nutzte.

Alte und neuere Geisterstädte


Oftmals hat man die Vorstellung, dass durch die Geisterstädte im amerikanischen Westen immer der Geist des Wilden Westens im 19. Jahrhundert weht - aber dies ist nicht immer richtig. Dort, wo die letzten Bodie in KalifornienEinwohner ihre Städte erst vor 70 oder 80 Jahren aufgaben, sieht es etwas anders als als in den meisten Westernfilmen.

Hier gibt es dann auch so etwas wie Geister-Tankstellen, Geister-Telefonvermittlungen oder Geister-Kraftwerke - so etwa in Bodie. Die Goldmine der kalifornischen Stadt schlosss erst Mitte der 1940er Jahre, alle Einwohner packten ihre Sachen und zogen samt und sonders fort.

Bodie wird als "moderne" Geisterstadt vom kalifornischen Staat gepflegt und erhalten. Als besondere Attraktionen gelten hier Dinge wie die Autowracks, die Telefonvermittlung im ehemaligen Hotel und die Reste des Generators vom E-Werk.

Wer in die USA reist und in die Nähe kommt, der sollte als Reiseziel auch ruhig den Besuch einer Geisterstadt einplanen. Gut zu erreichen sind beispielsweise Gila City, Silver Ring und Tombstone in Arizona, Columbia, Bodie, Calico und Randsburg in Kalifornien und Silver Plum, Aspen und Cripple Creak in Colorado. Geisterstädte in Amerika


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